Thomas Viesehon, Bundestagsabgeordneter der CDU, stellte im Juli vor den Mitgliedern der Kreis-Frauen Union seine Aufgaben in Berlin vor.

2013 mit großer Mehrheit direkt gewählt, zählen die Bereiche Verkehr und digitale Infrastruktur zu den Aufgaben des gelernten Bankkaufmanns, wozu unter anderem auch der Edersee gehöre. Zurzeit bereite der Wasserstand des Edersees zu Beginn der großen Sommerferien Sorgen. „Für meinen Wahlkreis Waldeck bin ich aber auch bereit, dicke Bretter zu bohren.“

Viesehon berichtete aktuell über die 70-Jahr-Feier der Bundes CDU mit 30 Gründungsmitgliedern in Berlin; bereits im Mai habe man dem Kriegsende vor 70 Jahren gedacht. In seinem fundierten „Bericht aus Berlin“ schlug der Volkmarser  einen Bogen von den Ereignissen seit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik bis zu heutigen Situation  der kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt. „Dabei stellt Griechenland nicht die allergrößte Herausforderung in der derzeitigen politischen Situation dar“, so Viesehon. „Wir müssen Möglichkeiten zur Rettung der Bootsflüchtlinge finden, vor allem versuchen, den Menschen in ihren Heimatländern zu helfen.“

Die Lage in Griechenland war Hauptthema in der anschließenden Diskussion. Nach Angaben Viesehons habe Hans Eichel (SPD) seinerzeit die Mitgliedschaft Griechenlands im Euro durchgesetzt, „obwohl das Land damals schon nicht eurofähig war.“ Jetzt müssten die Griechen ihre dritte Chance endlich nutzen, wieder produktiver zu werden. Viesehon: „Ich hoffe, dass alle Menschen in Griechenland den Ernst der Lage erkannt haben.“

Aber auch die Frage der Flüchtlingsaufnahme wurde angesprochen. Wichtig sei, die Asylverfahren zu verkürzen. Zu den Zahlen sagte Viesehon: „Ich glaube, dass die Kapazitätsgrenze noch nicht erreicht ist.“ Aber eine gerechte Aufteilung innerhalb Europas sei dringend erforderlich. Viesehon appellierte aber auch an den Integrationswillen derer, die nach Europa kommen.

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